PRODUKT · 2019/20
Mico
Der Begleiter im Infusuinsalltag
Infusionsständer, wie sie täglich in Krankenhäusern und Pflegeheimen verwendet werden, haben sich aus dem technischen Aspekt über die letzten Jahrzehnte kaum weiterentwickelt.
An einem Infusionsständer werden Infusionen, Transfusionen, Perfusorpumpen und Abflussbeutel für Blut und Urin angebracht.
Die bisherigen Infusionsständer weisen gravierende Nachteile auf, die bis zur Gefährdung von Personal und Patient*innenführen.
Mico ist eine überarbeitete und neu gedachte Version des Infusionsständers, der bisherige Probleme löst.
ZEITRAUM
Okt. 2019 - Feb. 2020
Bachelorthesis
TEAM
Inga Wachter
TOOLS
Rhinozeros, Cinema 4D, Photoshop, Illustrator, Premiere

01 AUSGANGSLAGE
Die Infusionstherapie ist in der heutigen Medizin von großer Bedeutung und findet besonders in der Intensivtherapie, der Notfallmedizin und der Anästhesie Verwendung.
Die Überarbeitung der bisherigen Infusionsständer ist dringend überfällig, da die alten Modelle über Jahrzehnte kaum weiterentwickelt wurden und viele Nachteile aufweisen.
Das ist problematisch, das sie ein täglich genutztes Produkt und ein äußerst wichtiger und essenzieller Bestandteil der Klinikausrüstung sind.
02 KONZEPT

HERKÖMMLICHER INFUSIONSSTÄNDER

MICO
Nach der Identifikation der größten Pain Points der aktuellen Modelle der Infusionsständer wurden Lösungen erarbeitet, die diese Probleme zukünftig lösen.
01
Stolpergefahr

Fußkreuz ragt in Gangweg der Patienten. Füße bleiben an Hindernissen jeglicher Art hängen

Keine Gefahr des Hängenbleibens. Durch den Griff wird zusätzlich Abstand zum Fuß gewonnen.
02
Datenschutz

Beschriftung mit Name und Medikation für jeden einsehbar.

Lamellen bieten Sichtschutz und sorgen für Privatsphäre.


03
Ablauf
Fehlende Aufhängung für Abläufe wie Urinbeutel.
Möglichkeit zur Aufhängung, mit Sichtschutz.
04
Bremssystem

Fehlende Aufhängung für Abläufe wie Urinbeutel.

Möglichkeit zur Aufhängung, mit Sichtschutz.
03 AUSARBEITUNG

ABLAUF & ABDECKUNG
Am oberen Teil des Fußes befindet sich die Aufhängung für Drainagen und Urinbeutel. Die Aufhängung ist gut zugänglich und bietet dank einer magnetisch anbringbaren Abdeckung Schutz der Privatsphäre. Durch die Magnethalterung ist die Abdeckung leicht an- und abmontierbar.




AUFHÄNGUNG INFUSIONEN
Am Mico können sowohl normale Haken als auch Halterungen für Glasflaschen angebracht werden. Die Haken werden ganz einfach eingehängt und klemmen sich fest.
Die Abdeckung ist mithilfe einer Schraube oben auf dem Mico befestigt und lässt sich um 45° mit einer leichten Rasterung drehen, sodass in der einen Position die Infusionen verdeckt werden und in der anderen Position die Infusionen frei zugänglich sind.
Dadurch ist es dem Pflegepersonal problemlos möglich, Infusionsbehälter anzubringen bzw. aufzuhängen.

BREMSSYSTEM
Die Bremse des Mico lässt sich ganz einfach mit dem Fuß feststellen: Beim Herunterdrücken setzen zwei Beine auf dem Boden auf. Weil die Bremse an zwei Punkten greift, kann sich der Mico nicht mehr drehen. Ein zweiter Tritt löst sie wieder, nach dem Prinzip eines Kugelschreibers.

FUß
Dank seiner C-Form ragt der Fuß des Mico nicht in die Gangfläche und bleibt nirgends hängen. Dadurch sinkt die Gefahr, zu stolpern oder zu stürzen. Zwei Micos lassen sich platzsparend ineinanderschieben. Das Design wirkt ruhig und dynamisch zugleich. Da es keine scharfen Ecken, Kanten oder Rillen gibt, ist der Fuß leicht zu reinigen und zu desinfizieren.
04 PROZESS:
IDEATION
Meine bereits gesammelten Erfahrungen Im Bereich der Pflege habe ich bei einem weiteren Besuch in einer Klinik ergänzt. Hier konnte ich selbst die Situationen aus Sicht der Patient*innenwie auch Pfleger*innen erleben und somit die Probleme der bisherigen und damit Anforderungen an eine überarbeitete Version des Infusionsständers definieren.








05 PROZESS:
PROTOTYPING
06 PROZESS:
MODELLBAU













